www.o-s-s-i.de
 
o-s-s-i                                                                                                                                            
Ostfriesische-Senioren-Sicherheits-Initiative               

Falsche Polizeibeamte    

Lesedauer: 7-10 Minuten, die sich lohnen !!!!


Aktualisierung 03.07.2019.

Die Täter sind nach wie vor aktiv

FALSCHE POLIZEIBEAMTE  sind immer noch aktiv und haben Ihr Vorgehen angepasst.

Die Anrufe laufen jetzt  auch Abends auf und zielen geplant auf die Wertsachen ab, die Sie im Haushalt haben. Auch nach Ihrer Kontonummer wird gefragt, vermutlich um einen Mißbrauch damit zu betreiben. Auch wir neuerdings nach dem Kontostand gefragt, oder ob Sie ein Bankschließfach besitzen. Auch wird behauptet, dass Erkennisse zu Wertsachen in Ihrem Haus vorliegen, unter dem Motto: Wir wissen, dass.....!

Auch versuchen die falschen Polizeibeamten ganz viele Details von Ihnen und Ihrem Privatleben zu erfahren. Erzählen Sie nichts, aber auch gar nichts zu Ihrer Person. Keine Angaben ob sie Landwirt sind oder Tiere haben, was sie beruflich oder ehrenamtlich machen, welche Kontakte Sie pflegen oder in welchem Verein sie sind.... die Täter versuchen nachzuvollziehen, welcher soziale Kontakt zu Ihnen passt.

Dann werden diese Personen angerufen und mit Ihnen verbunden...das soll Vertrauen und Nähe schaffen. Fallen Sie nicht darauf rein.

Es werden jetzt auch wieder die Vorwahlen mit der 110 als Durchwahlnummer genutzt, allerdings finden auch Kontakte über Mobilfunknummern statt.

Neu ist ebenfalls folgendes Vorgehen am Telefon: Sie äußern dem Anrufer gegenüber Zweifel, ob sie es wirklich mit der Polizei zu tun haben. Darauf reagiert der Anrufer/Täter sehr gelassen und bietet Ihnen einen Rückruf an. Er teilt Ihnen mit, dass er jetzt auflegen würde. Sie sollen aber in der Leitung bleiben und auf einen PIEPTON warten. Wenn dieser Piepton kommt, sollen Sie die 110 wählen. Dann haben Sie auf einmal eine andere Person am Telefon, die sich als Polizeidienststelle meldet. DAS IST EIN TRICK......sie sind immer noch mit den Betrügern verbunden, denn Sie haben in der stehenden Leitung die Nummer gewählt. Sie haben nicht die Polizei am Telefon.

Nur wenn Sie auflegen, dann das Telefon wieder aktivieren und ein Freizeichen haben, können Sie eine andere Nummer anwählen.

Die unten stehenden Warnhinweise bleiben bestehen. Bitte lesen Sie alles sorgfältig und warnen Sie Familie, Freunde und Bekannte.


In den letzten Wochen beherrschte dieses Thema nach wie vor die Schlagzeilen in den örtlichen Medien.

Das Kriminalitätsphänomen zog und zieht immer noch durch ganz Deutschland und macht natürlich auch vor der norddeutschen Tiefebene keinen Halt.

Ab November 2017 erreichte das Phänomen "Falscher Polizeibeamter" dann auch mit voller Wucht Ostfriesland und es wurden zahlreiche Warnungen zu der Sachlage herausgegeben. Leider gab es dennoch Menschen, die Opfer dieses perfiden Betruges geworden sind. Seitdem ist dieser Art des Betruges nach wie vor präsent.

Da diese Kriminalitätsart immer wieder auftauchen wird und es mittlerweile zahlreiche Nachahmungstäter und verschiedene Varianten gibt, wollen wir Ihnen hier die wichtigsten Fakten zur Tatbegehung aufzählen, damit Sie gewarnt und vorbereitet sind.



1. Ihr Telefon klingelt und Sie entdecken auf der Anzeige eine

    Telefonnummer, die Sie mit der Polizei in Verbindung bringen,

    z.B. örtliche Vorwahl und die 110 als Rufnummer. Mittlerweile

    wurden aber auch schon andere Telefonnummern benutzt, z.B. Mobilfunk

2. Eine, meistens männliche, Person stellt sich als

   Kriminalhautpkommissar vor und behauptet, Mitarbeiter von der

    örtlichen Polizeidienststelle zu sein. Gerne verwendet werden die

    Namen STEIN und SCHWARZ, aber auch andere leicht gängige

    Nachnamen, wie z.B. Bauer oder Bach, finden Anwendung.

3. Der Anrufer berichtet Ihnen von erheblichen Straftaten in Ihrer

    Umgebung und behauptet, dass bei einem Täter Unterlagen

    gefunden wurden, aus denen hervorgeht, dass Sie Opfer eines

    Einbruches werden sollen. Von einer Täterbande wird

    gesprochen, oftmals wird extra darauf hingewiesen, dass es sich

    um eine osteuropäische Bande handeln soll, um besondere

    Ängste zu schüren.

4. Sie werden nun über persönliche Umstände befragt und der

    Täter fragt Sie auch, ob Sie Wertgegenstände und Bargeld zu

   Hause haben. Diese Sachen sollen Sie zusammentragen und

    dann, zur vorgetäuschten Sicherung der Werte, an einen angeblichen

    weiteren Polizeibeamten (Mittäter) herausgeben oder sogar vor

    die Tür stellen.

5. Auch wird seitens der Täter behauptet, dass Ihre Geldwerte auf der Bank nicht

    sicher wären und Mitarbeiter Ihrer Hausbank mit den osteuropäischen

   Banden gemeinsame Sache machen würden. Entsprechend wird

    man versuchen, Sie zu veranlassen, auch Geld von der Bank

    abzuholen.


Wie können Sie sich am Besten verhalten ??

Das einfachste ist: Legen Sie auf !!!!

Lassen Sie sich mit diesen Menschen nicht auf ein Gespräch ein.

Machen Sie keine Angaben zu Ihren persönlichen Verhältnissen oder zu Wertsachen.

Benachrichtigen Sie immer die richtige Polizei.

Geben Sie keine Wertsachen an fremde Personen heraus.

Stellen Sie keine Wertsachen zur Abholung vor die Tür.


Die 110 ist eine reine NOTRUF-Nummer. Diese Nummer gibt es nicht in Verbindung mit einer Vorwahl.

Die Polizei stellt keine Wertsachen bei Privatpersonen sicher, um einer möglichen Straftat vorzubeugen