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Ostfriesische-Senioren-Sicherheits-Initiative (aktualisiert 07.04.2020)

Das richtige Verhalten am Geldautomaten


Bestimmt geht es vielen Leuten noch so: Es ist einfach gut, immer etwas Bargeld in der Tasche zu haben. Viele ältere Menschen fühlen sich auch bei der Bezahlung mit EC-Karte nicht wohl und befürchten, den Überblick zu verlieren. Also ab zur Bank.

Da viele Banken und Geldinstitute heute auf verstärkt auf Selbstbedienung am Automaten setzen, ist der Gang zum Geldautomaten für den Großteil der Bevölkerung heutzutage alltäglich geworden.

Muss ich denn auf bestimmte Verhaltensweisen achten, wenn ich mich an einen solchen Automaten begebe? Wir empfehlen ja.

Grundsätzlich sind die Abhebungen am Automaten unkompliziert. Vor allem dann, wenn Sie dies zur Geschäftszeit bei Ihrer Hausbank erledigen.

Bei der Geldabholung achten Sie bitte unbedingt darauf, dass eine eventuell hinter Ihnen befindliche Person Abstand hält und Ihnen nicht beinahe über die Schulter schaut. Diskretion ist hier die Devise. Schaffen Sie sich Platz.

Geben Sie Ihre PIN nur verdeckt ein. Und auch nur einmal. Sollte der Automat ein zweites Mal nach der PIN fragen, dann stimmt etwas nicht und das Gerät wurde möglicherweise von fremden manipuliert (dazu weiter unten mehr).

Wenn Sie Ihren Wunschbetrag erhalten haben, dann verstauen Sie das Geld sofort in ihrer Geldbörse oder Handtasche. Drehen Sie sich nicht mit der Bargeldsumme in der Hand um. Es geht niemanden etwas an, wie viel Geld sie abgehoben haben.

Benötigen Sie größere Summen, z.B. für eine Anschaffung, dann melden Sie diese einen Tag vorher bei Ihrer Bank an und lassen Sie sich die Summe dann in einem Nebenraum in einem Umschlag aushändigen. Ihre Hausbank macht das für Sie.

 

Wenn nun am Geldautomaten etwas nicht stimmt, was kann das sein?

Es gibt tatsächlich die Möglichkeit der Manipulation von Geldautomaten.

Verstärkt setzen die Täter z.B. auf das sogenannte Skimming. Dabei werden die Karten-Eingabeschlitze der Automaten manipuliert. Die Täter kopieren die Kartendaten dann auf Kartenrohlinge. Zusätzlich manipulieren sie die Tastatur oder installieren eine Mini-Kamera, um die PIN auszuspähen. Mit der gefälschten Karte und der PIN heben die Täter anschließend Bargeld ab, überwiegend an Automaten im Ausland. Diese gefälschten Karten funktionieren in Deutschland wegen eines fehlenden Sicherheitsmerkmales nicht unbedingt. Allerdings erschwert diese Auslandstransaktion entsprechend auch die Ermittlungen.

Diese Bastelarbeit der Betrüger kann man manchmal erkennen: Schauen Sie sich den Kartenschlitz genau an, eventuell sehen Sie dort Spuren von Kleber. Testen Sie, ob die Teile festsitzen, indem Sie kurz daran ziehen. Auch Tastaturfelder werden überklebt, schauen Sie also auch dort genau hin. Denken Sie daran, dass die Betrüger raffiniert sind: Die Aufsätze haben die gleiche Farbe, sie nutzen gleiche Aufkleber.

Wenn Teile abstehen oder Leisten und Verblendungen so wirken, als seien sie später angebracht worden, sollten Sie den Automaten nicht benutzen und vorsorglich die Polizei informieren. 

Auch Türöffner werden manipuliert

Wer mehrere Karten einer Bank besitzt, sollte zum Öffnen der Eingangstür eine andere verwenden als fürs Abheben, rät die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Auch am Türöffner können Attrappen zum Auslesen der Karten installiert sein, die etwa nach einer PIN fragen. Das machen die Banken aber grundsätzlich nicht – verständigen Sie in dem Fall sofort die Polizei.

Sie können Ihre EC-Karte deutschlandweit über die Telefonnummer 01805 / 021021 oder den Notruf 116 116 sperren.

Sperrnummern für Kreditkarten:

American Express: 069 97972000
Diners Club: 07531 3633111
Master Card: 0800 8191040
Visa: 0800 8118440

 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter:

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-an-geldautomaten/