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Ostfriesische-Senioren-Sicherheits-Initiative               

Fremde Personen an der Haustür

 Achtung an der Haustür!


Oftmals hört und liest man davon, vielleicht ist es den einen oder anderen Leser auch schon passiert:

Fremde Personen vor der eigenen Haustür, die einen Vorwand suchen, um in unseren Wohnbereich zu gelangen.

Zur Zeit haben wir im Bereich des Landkreises und Stadt Leer und wahrscheinlich auch bald im Emden mit einer Personengruppe zu tun, die sich als Dachdecker ausgeben und versuchen, die Bewohner eines Hauses abzulenken, um sich Zugang zum Haus zu verschaffen.

Auch die Komponente Schornsteinfeger wird teilweise behauptet.

Auch die weiteren Ideen dieser Leute sind vielfältig:

Entweder sehen wir uns mit einem Hilfeersuchen konfrontiert, oder jemand behauptet vom "Gaswerk" zu kommen, angebliche Feuerwehrmänner wollen Rauchmelder überprüfen und noch jemand hat seinen kleinen Hund verloren.

Ziel dieser erfundenen Geschichten ist es in der Regel, dass diese Personen Sie höchstwahrscheinlich bestehlen wollen. Entweder suchen sie eine günstige Gelegenheit, selber etwas mitgehen zu lassen oder sie verschaffen einem Komplizen Zutritt, während Sie als Opfer abgelenkt werden.

Wie auch in vielen Betrugsfällen gibt es hier Personen, die sehr glaubwürdig klingen und uns dazu verleiten, helfen bzw. dem Gesuch nachgeben zu wollen.

Doch davor warnen wir.

Sicher gibt es, je nach Wohnort, die Möglichkeit eines Unglücksfalles vor der Haustür und ich denke, den kann dann jeder auch klar erkennen, die Polizei und Rettungskräfte werden alarmiert und dann ist jede Hilfe wichtig und richtig. Diese Geschehen sind aber klar abzugrenzen und hier nicht gemeint.

Hier geht es darum, fadenscheinige Ersuchen an der Haustür zu erkennen und richtig zu reagieren.

Und auch die Wahrung der ostfriesische Gastfreundschaft muss nicht leiden. Aber das ist möglich, ohne nachher Opfer einer Straftat zu werden.

Falscher Dachdecker/ Schornsteinfeger:

Aktuell haben wir mit diesem Phänomen zu tun. Eine Personengruppe gibt sich als Dachdecker oder wechselweise als Schornsteinfeger aus. Ziel ist, Sie so abzulenken, dass sich ein Komplize ins Haus begeben und Sie bestehlen kann.

Lassen Sie keine fremden Personen in Ihr Haus. Sein sie aufmerksam, schicken Sie die Leute weg. bewahren Sie wertsachen sicher auf und bitte lagern sie keine großen Summen Bargeld zu Hause. Scvhliessen Sie schmuck weg, oder besorgen Sie sich ein Bankschließfach.

Bitte alle älteren MItmenschen vor dieser Masche warnen.

 

Hilfeersuchen an der Haustür

Wenn jemand vor unserer Tür ein Glas Wasser benötigt- kein Problem. Wie Sie das bewerkstelligen? Die Person bleibt vor der Tür. Während Sie das Glas Wasser aus der Küche holen, wird die Haustür geschlossen. Anschliessend bringen Sie das Glas Wasser vor die Tür.

Die Person muss nochmal dringend telefonieren? Kein Probem, fragen Sie doch einfach, welche Nummer Sie für die Person wählen dürfen. Geben Sie nicht einfach Ihr Telefon heraus und geben Sie der Person bitte auf keinen Fall Ihr Mobiltelefon in die Hand. Heutzutage sind sowieso die meisten Personen mit einem mobilen Telefon ausgestattet.

"Falscher Gaswerker"

Auch ein beliebter Trick: Es kommt ein Herr zu Ihnen, der ein wenig gestresst wirkt und Ihnen erklärt, dass er vom Gaswerk sei und eine Leitung auf Ihrem Grundstück sei defekt. Alternativ kann auch eine defekte Stromleitung behauptet werden.                   Das ist eine spannende Geschichte und dazu möchten wir Ihnen hier ein paar Hintergrundinformationen liefern.

Der Inhaber/Betreiber des Gas- und Stromleitungsnetzes hier in unserem Nordwesten, ist die EWE. Auch wenn Sie selber Strom oder Gas von einem anderen Anbieter beziehen, bleibt der Inhaber und Verantwortliche für alle Versorgungswege die EWE.  Die anderen Anbieter mieten sich quasi in die Versorgungsleitungen ein, ähnlich wie beim Telefon.

Besteht also ein Defekt an einer dieser Leitungen, haben Sie es bei der ersten Kontrolle immer mit einem Mitarbeiter der EWE zu tun. Woran sie erkennen, dass dieser Mitarbeiter echt ist? Auto, Kleidung, Ausweis....alles prima, aber das wirkliche Indiz ist, er kennt ihre Strom/Gaszählernummer. Die Zähler gehören auch der EWE.  Somit erkennen Sie, dass Ihre Strom/Gaszählernummer so wichtig ist, wie z.B. Ihre PIN bei der Bankkarte. Die geht nämlich sonst niemanden etwas an.

Erst nachdem ein Schaden an einer dieser Leitungen festgestellt wurde, wird eine weitere Firma konkret beauftragt, die z.B. die Erd-und Reparaturarbeiten durchführt. Und das wird auch mit Ihnen besprochen.  In der Regel werden bekannte Unternehmen aus der Region beauftragt, von denen jeder schon mal was gehört oder gesehen hat und die müssen dann sowieso nicht mehr ins Haus.

Zusatzinfo (Manche wissen es nicht): Die EWE ist übrigens auch Grundversorger, das heißt, dass Sie automatisch mit Gas und Strom versorgt werden, wenn andere Anbieter, aus verschiedenen Gründen, dieses nicht tun. Das ist eine gesetzliche Verpflichtung für den Grundversorger, natürlich kostenpflichtig gemäß Verbrauch.


"Ich habe meinen Hund verloren"

Diese Vorgehensweise ist vor allem interessant für Bewohner,  in der Nähe von beliebten Spazierwegen.

Da klingelt ein Herr oder eine Dame an Ihrer Haustür und ist (scheinbar) völlig verzweifelt.

Ein typisches Vorgehen ist auch, dass diese Menschen bewußt schnell sprechen und in kurzer Zeit eine große Menge von "Informationen" auf Sie einprasseln lassen. Das soll Sie natürlich verwirren.

Wenn Sie merken, dass die Redeflut zu viel wird, dann unterbrechen Sie die Person und stellen Zwischenfragen. Das ist ein gutes Hilfsmittel um Ihr Gegenüber aus dem (Rede) Takt zu bringen.

Ihnen wird von der Person ganz aufgeregt berichtet, dass bei einem Spaziergang der kleine Hund weggelaufen und möglicherweise in Ihrem Garten entschwunden ist. Sie werden natürlich darum gebeten, dass die Person in Ihrem Garten Nachschau halten darf und am liebsten würde Ihr Gegenüber sofort direkt durch Ihr Haus laufen, um in den Garten zu gelangen. Ausserdem wird der kleine Hund so detailliert beschrieben und auch namentlich benannt, dass Sie beinahe glauben könnten, er existiert wirklich.

Wie bereits gesagt: Sie können natürlich helfen, aber nach Ihren Regeln!!

Die fremde Person wird Ihr Haus NICHT betreten. Sie teilen freundlich mit, dass Sie gerne Nachschau halten, ob der Hund in Ihrem Garten ist. Während Sie das machen, bleibt die fremde Person vor der Tür stehen und Sie schliessen die Haustür, während Sie nachsehen.

Wenn Sie einen komplett lückenlos umschlossenen Garten haben, dann können Sie das auch gleich mitteilen und sich weitere Mühe sparen.

Sollte, auch nach erfolgloser Nachschau, die Person bei der Geschichte mit dem fortgelaufenen Hund bleiben und weiter suchen wollen, dann informieren Sie bitte per Telefon umgehend Ihre Nachbarn, damit diese genauso vorgehen können, wie Sie selber.

Sie haben die Telefonnummern Ihrer Nachbarn nicht? Dann empfehlen wir, dass zu ändern und die Nummern gesondert zu vermerken. (Siehe auch wachsamer Nachbar)


"Hallo, wir sind Bekannte von..... wir sollen Ihnen Grüße ausrichten."

Ist selten, kommt aber vor. Angebliche Bekannte von noch weiteren angeblichen Bekannten, oder möglichen Bekanntschaften aus dem Urlaub, an die man sich aber  eigentlich gar nicht mehr so richtig erinnert.

Auch hier ist es das Ziel, in Ihre Wohnung zu gelangen, um etwas zu stehlen.

Also, wenn Sie die Leute nicht kennen und sich auch an gemeinsame Bekannte nicht erinnern, dann sagen Sie das freundlich und machen die Tür zu.

Lassen Sie sich da auch nicht bequatschen oder überzeugen. Wenn ich mich an jemanden partout nicht erinnern kann, ist er/sie wahrscheinlich auch nicht real, oder die mögliche Bekanntschaft liegt so lange zurück, dass sie eigentlich nicht mehr Gewicht hat.

Also: Leute nicht rein lassen, Tür zu. 

Übrigens:

Gegen allzu aufdringliche Mitmenschen hilft ein Sperrbügel von innen an der Haustür. Sie können und gucken und kommunizieren, aber niemand kann Ihnen die Tür einfach aufdrücken und aufdringlich werden. (Vom Fachmann montieren lassen)